Unsere Barf Philosophie - einfach gesund füttern

Eine abwechslungsreiche, auf die Ansprüche des Tieres abgestimmte Ernährung ist eine grundlegende Voraussetzung für Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit unserer Hunde. Eine optimale Ernährung fördert maßgeblich die physische und psychische Gesundheit und kann in erstaunlichem Maße zur Verbesserung des Allgemeinzustandes beitragen.

 

Bei der Barf-Philosophie wird der Vorfahre Wolf als Vorbild der heutigen Hundeernährung genommen. Dabei füttert man rohes Fleisch, so natürlich wie möglich – eben nach dem Beutetierprinzip. Folgende Grundbausteine müssen dabei berücksichtigt werden:

 

Baustein1

80% tierische Bestandteile

  • durchwachsenes Muskelfleisch (Fettanteil 15‒25 %)
  • 20 % Pansen / Blättermagen
  • 15 % Innereien (z. B. Leber, Niere, Milz, Lunge, Herz)
  • 15 % rohe, fleischige Knochen

Baustein2

20% pflanzliche Bestandteile (Ballaststoffe für die Verdauung!)

  • Gemüse
  • Obst

Baustein3

Zusätze – individuell, je nach Bedarf

 
Hier Details zu den wichtigsten Nährstoffen der Nahrung:

Bausteingruppe1

Fette

Es ist ein Irrtum, dass vor allem gesättigte Fette schlecht sind. Ganz im Gegenteil, der Hund benötigt ausreichend Fett um seinen Energiebedarf zu decken.Fett ist der wichtigste Energielieferant für euren Hund. Wenn ihr eurem Hund nur mageres Fleisch füttert, hat der Organismus schnell ein Problem. Eiweiß sollte nie als alleiniger Energielieferant dienen, da bei der Verstoffwechselung von Eiweiß Abbauprodukte entstehen. Dieser Vorgang ist völlig normal, allerdings käme es zu einer Überdosierung an Abbauprodukten, wenn Eiweiß hauptsächlich als Energiequelle dient. Das Ergebnis ist eine Überforderung der Leber und Niere.
Bei der Fütterung von mageren Fleischsorten, wie Huhn oder Pferd empfehlen wir, den Fettgehalt der Futterrationen durch pures Fett aufstocken. Hierzu eignen sich tierisches Fett (beispielsweise pures Rinderfett), Butterschmalz, Gänseschmalz oder Kokosfett (besonders bei Hunden mit Problemen mit der Bauchspeicheldrüse).
Im Gegensatz zu einem zu hohen Anteil an Kohlenhydraten wird Fett von Hunden in sehr großen Mengen verwertet und das ohne jegliche Nachteile oder Risikoerhöhungen für die Bauchspeicheldrüse. Fett ist außerdem Geschmacksträger und wird daher in der Regel sehr gerne von Hundengefressen.

Proteine

Neben Fett ist das Eiweiß (oder auch Protein) zweiter wichtiger Bestandteil. Proteine sind insbesondere für den Gewebeerhalt und -aufbau zuständig. Dies betrifft zum Beispiel Haut, Krallen, Fell, Organe, Muskeln, Sehnen und Knochen. Vereinfacht gesagt dient Fett also der Energiezufuhr, Eiweiß dem Zellaufbau.
Proteine werden unterschieden in pflanzliche- und tierische Proteine. Proteine pflanzlichen Ursprungs sind für eure Hunde eher von Nachteil, tierische Proteine hingegen sind wichtig für den Organismus!
Außerdem unterscheidet man leichter verdauliche- und schwerer verdauliche Proteine. Je nachdem wie lange ein Nahrungsbestandteil braucht, um vom Körper aufgenommen zu werden, desto leichter oder schwerer ist seine Verdaulichkeit. Für euren Hund sind Eiweiße tierischen Ursprungs wie z.B. Muskelfleisch generell hochwertiger und zusätzlich leicht verdaulich. Im Gegensatz zu Frischfleisch werden in Trockenfutter oft minderwertige Nebenerzeugnisse oder gar pflanzliche und damit sehr schwer- oder gar unverdauliche Eiweiße verwendet.
Argumente wie Rohfleischfütterung sei zu eiweißhaltig entsprechen nicht den Tatsachen. Wenn man den Proteinbedarf eines Hundes mit wissenschaftlichen Werten ermittelt und entsprechende Berechnungen durchführt wird sichtbar, dass man mit einer ausgewogenen Rohfütterung keine Überdosierung von Eiweiß erreichen kann.
Fleisch besteht zu einem großen Prozentsatz aus Wasser und nur zu 12-14% aus Rohprotein, Fett und Rohasche.
WICHTIG: Es müssen hochwertige Proteine gefüttert werden! Das trifft vor allem bei Vorerkrankungen wie Niereninsuffizienzen zu, bei denen leider oft falsche Empfehlungen wie proteinarme Fütterung gegeben werden.

 

Bausteingruppe2

Obst & Gemüse

Gern könnt ihr zusätzlich zu unserem Futter auch Obst und Gemüse füttern. Anders als bei uns Menschen benötigt euer Hund kein Obst & Gemüse als Vitaminlieferant. Alle essentiellen Vitamine und Nährstoffe sind bei ausgewogenen Portionen in rohem Fleisch bereits enthalten.
Obst & Gemüse sind nicht notwendig, aber gute Ballaststoffe und Rohfaserlieferanten für die Verdauung. Das ist vor allem bei einer Fütterung ohne Pansen und Blättermagen von Vorteil. Eine geeignete Auswahl besteht beispielsweise aus: Apfel - Birne - Banane - Beeren - Möhren - Zucchini - Rote Beete - Gurke - Brokkoli - Kohlrabi – Salat
Ihr mögt es bequem? Dann füttert einfach die von uns ausgewählten Obst- & Gemüsemischungen mit dazu. Möchtet ihr das Gemüse selbst zubereiten? Dann solltet ihr es raspeln, pürieren oder kochen, damit euer Hund es verwerten kann. Achtung: Nicht auf den Speiseplan gehören Nachtschattengewächse wie Avocado, Tomaten oder Trauben.

Kohlenhydrate:

Getreide könnt ihr zusätzlich füttern, sofern es euer Hund verträgt. Anders als wir Menschen, benötigt euer Vierbeiner die Kohlenhydrate aber nicht als Energie- oder gar Nährstofflieferant. Habt ihr Nudeln, Kartoffeln oder Reis übrig, dann könnt ihr diese gerne bei Akzeptanz und Verträglichkeit ab und an in Maßen dem Futter hinzufügen.

 

Bausteingruppe3

Zusätze

Ein sinnvoller Zusatz ist Öl, beispielsweise unser Lachsöl, da es reich an Omega 3 + 6 Fettsäuren ist. Dieses sollte zu jeder Mahlzeit hinzugefügt werden, damit der Mangel an Omega3 und Überschuss an Omega6 Fettsäuren ausgeglichen wird! Weitere Zusätze wie synthetische Pulverzusätze, solltet ihr unbedingt vermeiden. Sie sind bei einer ausgewogenen Rohfleischfütterung nicht notwendig und können bei falscher Dosierung sogar schädlich sein. Wir beraten euch gerne über die Verwendung von sinnvollen und natürlichen Zusätzen.

 
Und übrigens:

BARF  steht für „Bones and raw food“, oder wie wir in Deutschland sagen „biologisch artgerechtes rohes Futter“  Wer noch genaueres über diese 4 Buchstaben wissen, oder gar eine Wissenschaft daraus   machen möchte, kann sich gern an die weltweit größte Internetsuchmaschine wenden :).

Die oben genannten Bausteine sind für uns wichtige Grundregeln, die Beachtung finden sollten, jedoch nicht mehr und nicht weniger. Wir wollen einfach – gesund – füttern!